Aufzeichnung

KI in der Grundschule

Unterricht neu denken mit künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Lebenswelt von Kindern. Genau deshalb sollte sie auch in der Grundschule sinnvoll thematisiert werden. Im Webinar mit Kristin van der Meer wird deutlich: KI soll Unterricht nicht ersetzen, sondern Lernen individueller, reflektierter und alltagsnäher machen.

Warum KI schon in der Grundschule wichtig ist

Viele Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit digitalen Geräten auf. Statt diese Lebensrealität auszublenden, sollte Schule daran anknüpfen. Denn wenn Schülerinnen und Schüler später kompetent mit KI umgehen sollen, brauchen sie frühzeitig Orientierung, Strategien und Übung.

KI ist ein Werkzeug – aber nur mit Lernstrategien sinnvoll

Kinder brauchen zuerst Lernstrategien. Im Webinar werden vier zentrale Bausteine genannt:

  • Zielbewusstsein
  • Strategierepertoire
  • Selbstmonitoring
  • Reflexion und Anpassung

Erst wenn Kinder wissen, was ihr Ziel ist, welche Wege es dorthin gibt und wie sie Ergebnisse prüfen, können sie KI wirklich sinnvoll nutzen. Sonst bleibt es beim wahllosen Prompten oder Kopieren.

Lehrkräfte als Mitlernende

Lehrkräfte müssen heute nicht mehr alles zuerst wissen. Vielmehr geht es darum, gemeinsam mit den Kindern zu lernen.

Denn während Lehrkräfte sich in Fortbildungen mit neuen Tools beschäftigen, entdecken Schülerinnen und Schüler oft ganz nebenbei schon die nächsten Anwendungen. Das ist keine Schwäche, sondern eine Chance. Unterricht wird dadurch gemeinsamer, offener und ehrlicher.

KI im Unterricht: konkrete Praxisbeispiele

Besonders praxisnah sind die Unterrichtsbeispiele, die Kristin van der Meer in ihrem Webinar zeigt:

  • Gedichte mit KI analysieren und verbessern
  • Papierflieger-Anleitung als Schreibanlass
  • Individuelle Übungen statt starrer Differenzierung

Dabei zeigt sich schnell: KI macht Fehler. Genau das kann zum Lernanlass werden. Auch bei den Bastelanleitungen, Textsorten oder Übungen zu Zeitformen wird KI nicht zum Ersatz, sondern zum Ausgangspunkt für Verbesserung, Feedback und Überarbeitung.

Prozess statt nur Produkt bewerten

Ein besonders spannender Gedanke zum Schluss ist die Frage nach Leistungsbewertung. Wenn KI Texte, Gliederungen oder Übungen unterstützen kann, reicht es nicht mehr, nur das Endprodukt zu benoten. Stattdessen sollte stärker der Lernprozess in den Fokus rücken:

  • Wie hat ein Kind gearbeitet?
  • Welche Strategien hat es genutzt?
  • Wie ist es mit Fehlern umgegangen?
  • Hat es Feedback aufgegriffen und verbessert?

Genau hier liegt ein zukunftsfähiger Weg für Schule: weniger Fokus auf reine Ergebnisse, mehr Blick auf Entwicklung, Reflexion und Lernkompetenz.

 

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Kristin van der Meer
Ihre Referentin

Kristin van der Meer

Kristin van der Meer ist Grundschullehrerin, Fortbildnerin und Impulsgeberin für zeitgemäßes Lernen mit digitalen und... weiterlesen

Kristin van der Meer ist Grundschullehrerin, Fortbildnerin und Impulsgeberin für zeitgemäßes Lernen mit digitalen und KI-gestützten Werkzeugen. In ihrer Praxis verknüpft sie selbstreguliertes Lernen, Kompetenzorientierung und partizipative Unterrichtsformen mit aktuellen Technologien – immer mit dem Fokus auf kindgerechte Umsetzbarkeit und echte Teilhabe.
Als Referentin begleitet sie Schulen und Kollegien auf dem Weg in eine neue Lernkultur und entwickelt Konzepte, wie Kinder ab der ersten Klasse KI als Lernpartnerin nutzen können – ohne den Blick auf Basiskompetenzen, Inklusion und Differenzierung zu verlieren.
Ihr Ansatz: Unterricht beginnt nicht beim Tool, sondern bei der Beziehung – und der Überzeugung, dass Kinder mehr können, wenn man ihnen mehr zutraut.

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